ZUKUNFTSMUSIK 

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Sophia Weidemann - Klavier

Prof. Florian Wiek - Klavier

Prof. Anke Dill - Violine

Till Breitkreutz - Viola

Karl Stauber - Cello

Prof. Christian Lampert - Horn

Musik ist unmittelbare Kommunikation auf emotionaler Ebene, die unabhängig von sprachlichen Schranken verstanden wird. Diese Erkenntnis trifft jeden ausübenden Musiker bei seinem Tun und dies am meisten in der Kammermusik. Beim gemeinsamen Musizieren und Erarbeiten von Musik wird deutlich, wie direkt und eindeutig musikalische Sprache ist. Sprechen über Musik dagegen birgt das Risiko vieler Missverständnisse, weil jeder Mensch Musik in Sprache etwas anders „übersetzt“. Die Unmittelbarkeit beim gemeinsamen Musizieren wie auch die ungewohnte Nähe als Partner auf Augenhöhe machen Kammermusikprojekte mit Lehrenden und Studierenden  oft zu großartigen Erlebnissen, von denen alle Beteiligten intensiv profitieren. Bereits seit vielen Jahren gibt es an der HMDK-Stuttgart regelmäßig Konzertprojekte, die nach diesem Prinzip vorgehen und wir freuen uns sehr, die Ergebnisse dieser Arbeit nun auch im Klösterle vorstellen zu dürfen!

Sophia Weidemann - Klavier

Sophia Weidemann, Jahrgang 1994, begann ihre musikalische Ausbildung am Klavier im Alter von 10 Jahren. Mit 15 wurde sie Jungstudentin an der Staatlichen Hochschule fur Musik und Darstellende Kunst Stuttgart in der Klasse von Professor Florian Wiek. Seit diesem Jahr studiert sie im Studiengang „Konzertexamen“ Klavier an der Stuttgarter Musikhochschule.

Ein Erasmus-Aufenthalt fuhrte sie nach Wien an die Universitat fur Musik und Darstellende Kunst. Dort studierte sie in der Klasse von Professor Jan Jiracek von Arnim. Ein weiterer Erasmus- Aufenthalt fuhrte sie 2018/2019 nach Riga, wo sie bei Sergejs Osokins an der Akademie fur Musik studierte.

Sie ist vielfach ausgezeichnete Preistragerin: Sie gewann ua den 1.Preis beim Bela Bartok Klavierwettbewerb in Wien (2015), 2018 wurde sie mit ihrem „Anima Klavierquartett“ im Carl Wendling Kammermusikwettbewerb mit dem 1.Preis ausgezeichnet und Zzletzt gewann sie 2019 den 1.Preis beim internationalen Alexander Scriabin Wettbewerb in Paris. Konzerte fuhrten sie ua nach Chicago, Warschau, Bugarien und Spanien.

Sie ist Stipendiatin von „live music now“, des Lyceum- Clubs, sowie der Helga- Drews- Stiftung und der Richard-Wagner-Stipendienstiftung. Seit 2014 unterrichtet sie als Tutorin an der Musikhochschule Stuttgart. Sophia Weidemann besuchte Meisterkurse ua bei Mikhail Voskresensky, Ian Fountain, Ralf Gothoni, Colin Stone, Adrian Oetiker, Vebjorn Anvik und Gerhard Schulz.

Prof. Florian Wiek - Klavier

1972 in eine Familie bildender Künstler hineingeboren hat sich durch seine internationale Konzerttätigkeit, die ihn in Konzertsäle wie die Berliner und die Kölner Philharmonie, die Hamburger Musikhalle, die Beethovenhalle Bonn u.a, zu zahlreichen Festivals führte, einen Namen gemacht. Ausgezeichnet in zahlreichen Wettbewerben ist er in den meisten musikalischen Bereichen zu Hause - vom Solo-recital, Konzerten mit Orchester über Ensemblespiel bis zu groß besetzter Kammermusik und Lied. Sein Repertoire umfasst Werke vom Barock bis zu neuesten Schöpfungen, wobei die Musik der Wiener Klassik einen Schwerpunkt bildet. Die Auseinandersetzung mit dieser so beredten wie in den Mitteln sparsamen Klangsprache stellt für Wiek stets aufs Neue eine Herausforderung dar, was sich auch in seinen Programmen durch seine ganze musikalische Entwicklung hindurch immer wieder spiegelt.

Konzertreisen führen Florian Wiek durch Deutschland und ins Europäische Ausland, nach Israel, Fernost, Süd- und Nordamerika. Seine Interpretationen wurden von verschiedenen Rundfunk und Fernsehanstalten aufgezeichnet (WDR, BR, NDR, HR, SWR, DW, SfB, ARD, ZDF) sowie auf CD veröffentlicht.

Im Oktober 2004 wird Florian Wiek zum Professor an die Musikhochschule in Stuttgart berufen und leitet dort eine Klasse für Klavier und Klavierkammermusik.

Zusätzlich gibt Florian Wiek internationale Meisterklassen und ist als Juror nationaler und internationaler Klavierwettbewerbe tätig.

Prof. Anke Dill - Geige

in Stuttgart geboren, studierte Violine bei Nora Chastain, Shmuel Ashkenasi, Yair Kless und Donald Weilerstein. Als Mitglied des Barrault Quartetts erhielt sie Kammermusikunterricht von Walter Levin (LaSalle Quartett), Mitgliedern des Alban Berg-, des Cleveland-, Emerson-, Juilliard-, Orion- und American Quartetts und nahm am Center for Advanced Quartet Studies des Aspen Music Festivals teil.
Die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Geigerin konzertiert als Solistin und Kammermusikerin in verschiedensten Besetzungen in ganz Europa, Japan und Amerika. So ist sie auf Festivals wie "Schleswig Holstein Festival", "Brahms Festival", den Salzburger Festspielen und in den USA beim "Aspen Music Festival" in Colorado, dem "Sewanee Festival" (Tennessee) und dem "Chautauqua Music Festival" in New York, sowie in großen Konzertsälen wie Hamburger Musikhalle, Liederhalle Stuttgart, u.a. zu Gast.
Konzerte mit namhaften Solisten wie Shmuel Ashkenasi, Nora Chastain, David Geringas, Rainer Kußmaul, Troels Svane, James Tocco, Barbara Westphal, CD-Produktionen mit Beethoven Violinkonzert, Mozart "Sinfonia concertante", Matiegka Trios, sowie Radio- und Fernsehaufzeichnungen dokumentieren ihre künstlerische Vielseitigkeit.
Mit Jacob Leuschner spielte sie mehrfach die Zyklen sämtlicher Mozart und Beethoven Sonaten für Klavier und Violine und gewann den Wettbewerb um den Possehl Musikpreis 2000. Zudem wurde sie mit dem Kai-Uwe von Hassel Förderpreis der Hermann Ehlers Akademie (Kiel) und dem Förderpreis des Lions Clubs Lübeck Liubice ausgezeichnet.
Nach ihrer ersten Japanreise 2005 mit Konzerten in Tokyo, Nagoya und Yatsugatake folgten 2006 Auftritte mit dem Stuttgarter Kammerorchester, mit dem Zyklus sämtlicher Mozart Sonaten, sowie Konzertreisen nach Hong Kong und Taiwan.
2007 sind Konzerte mit dem Zyklus sämtlicher Beethoven Sonaten in Freiburg, Göttingen und Villingen-Schwenningen, Auftritte im Richard-Strauss-Institut Garmisch-Partenkirchen, beim Brahms Festival Lübeck, Orlando Festival in Holland, Hohenstaufen Festival, sowie Auftritte als Solistin mit Werken von A. Pärt, P. Vasks "Tala gaisma" Violinkonzert, Haydn "Sinfonia concertante", u.a. in Vorbereitung.
Ihre Lehrtätigkeit begann sie 2001 an der Musikhochschule Lübeck.
Als Dozentin unterrichtet sie auf den Meisterkursen der Internationalen Sommerakademie in Lenk (Schweiz), den Internationalen Meisterkursen von Bruges (Belgien) und den Meisterkursen für Violine und Kammermusik in Murrhardt.
2004 wurde sie auf eine Professur für Violine an die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart berufen.

Till Breitkreutz - Bratsche

Till Breitkreutz wurde 1994 in Bietigheim-Bissingen geboren. Seine ersten musikalischen Erfahrungen sammelte er ab dem 7. Lebensjahr auf dem Klavier sowie im Kinderchor der Staatsoper Stuttgart. 2006 folgte sein erster Violaunterricht. Zwischen 2009 und 2012 konnte er mehrfach Preise auf Landes- und Bundesebene beim Wettbewerb ‚Jugend Musiziert‘ für sich entscheiden.
Er absolvierte sein Bachelorstudium bei Frau Prof. Andra Darzins an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart mit Bestnote. Seit 2019 Masterstudium in der Klasse von Prof. Stefan Fehlandt ebenfalls in Stuttgart. Seitdem auch intensiven Kammermusikunterricht mit Stefan Fehlandt, Martin Funda und auch Florian Wiek. Konzerttätigkeit und Kurse mit Persönlichkeiten wie Gerhard Schulz, Valentin Erben (Alban Berg Quartett), Eberhardt Feltz, Heime Müller, Vogler Quartett  u.v.. So konnte er auch mit dem Anima- Klavierquartett den 1. Preis des Carl-Wendling-Wettbewerbes 2018 in Stuttgart für sich entscheiden. Seit 2018 außerdem als Stipendiat von Yehudi Menuhins Stiftung Live Music Now aktiv. Er konzertiert regelmäßig bei Festivals wie Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Maulbronn oder den Donaueschinger Tagen für neue Musik (UA des für ihn geschriebenen Viola Werkes von M. Caratelli/Mitschnitt DLF). Für den SWR  spielte er u.a. das Viola Werk des russischen Komponisten  Alexander Winkler ein. 

Karl Stauber - Cello

Ehe Karl Stauber seinen Bachelor bei Prof. Orfeo Mandozzi an der Zürcher Hochschule der Künste absolvierte, hatte er Unterricht bei Ute Weber und Prof. David Grigorian.

Er war er Stimmführer der Violoncelli des Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchesters (SJSO) unter der Leitung von Kai Bumann und Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters. 

Von 2014 bis 2017 studierte er bei Prof. László Fenyö an der Hochschule für Musik  Karlsruhe und erhielt seinen Master mit Auszeichnung.  Seit 2017 studiert er an der HMDK Stuttgart bei Prof. Tristan Cornut.

Karl Stauber war Praktikant des Musikkollegiums Winterthur in der Saison 2016/2017 und 2017/2018 und Akademist der NDR Radiophilharmonie Hannover in der Saison 2017/2018.

Prof. Christian Lampert - Horn

Christian Lampert erhielt seine musikalische Ausbildung im Fach Horn bei Francesco Raselli (Basel), Mahir Cakar (Stuttgart) und Prof. Erich Penzel (Köln). Bereits in jungen Jahren wurde er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und Preisträger verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe; darunter waren der Tonger-Wettbewerb der Musikhochschule Köln, der Internationale Instrumentalwettbewerb Markneukirchen und der Deutsche Musikwettbewerb in Bonn. 

Erste Orchestererfahrung sammelte Christian Lampert im Bundesjugendorchester, in der Jungen deutschen Philharmonie und im European Community Youth Orchestra. 

Von 1989 bis 1996 war er Solohornist des Frankfurter Opernhaus- und Museumsorchesters und von 1996 bis 2005 spielte Christian Lampert an gleicher Position im Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt. Seit 1996 wirkt er alljährlich, ebenfalls als Solohornist, im Orchester der Bayreuther Festspiele mit.

Neben seinen solistischen Tätigkeiten widmet sich Christian Lampert besonders der Kammermusik. Er wirkt regelmäßig in verschiedenen namenhaften Ensembles mit, darunter Hr-Brass, German Brass, Linos-Ensemble und Antares Ensemble. Mit dem AVALON-Bläserquintett hat Christian Lampert diverse CD eingespielt. 

Nachdem er fünf Jahre als Lehrbeauftragter an der Musikhochschule in Frankfurt tätig war, übernahm er im Jahr 2002 als Dozent die Hornklasse an der Musikhochschule in Basel und wurde im Jahr 2004 auf die Professur für Horn an die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart berufen.

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© Klassik im Klösterle 2020