LEONKORO QUARTETT
Samstag, 22.05.2027
„Dieses ‚misterioso‘ muss man gehört
haben – ein atemloses Geständnis im
Flüsterton, bei dem das Herz bis zum
Hals klopft, die Zunge nicht rasch
genug artikulieren kann, was die Seele
zum Beben bringt, bis sie ‚estatico‘
ausbricht.“Frankfurter Allgemeine Zeitung, April 2026
Das Ensemble wird von den Brüdern Jonathan und Lukas Schwarz an erster Violine und Cello gerahmt, während Emiri Kakiuchi an der zweiten Violine und Mayu Konoe an der Bratsche die Mittelstimmen bilden. Leonkoro, aus dem Esperanto: Löwenherz, spielt nicht zufällig auf Astrid Lindgrens Kinderbuch über zwei Brüder an, ein Buch, das der schwerwiegenden Tatsache des Sterbens eine herzliche Portion Trost gegenüberstellt – ein Zusammenhang, dem sich auch an vielen Stellen das Streichquartett-Repertoire widmet.
Seit 2022 erhielt das Leonkoro Quartett eine Reihe renommierter Auszeichnungen und Preise, die seinen Platz unter den gefragtesten Ensembles seiner Generation festigen. So wurde es mit dem angesehenen Musikpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung ausgezeichnet. Anschließend gewann das Quartett den 1. Preis und neun Sonderpreise beim internationalen Wettbewerb in der Londoner Wigmore Hall, darunter Auszeichnungen für Interpretation, Residenzen und Konzerte. Zudem erspielten sie den 1. Preis sowie den Publikums- und den Nachwuchspreis beim Concours International de Quatuor à Bordeaux. Kurz darauf erfolgte die Aufnahme in das prestigeträchtige BBC Radio 3 New Generation Artists Programm für 2022 bis 2024.
Ende 2022 wurde das Quartett mit dem MERITO String Quartet Award geehrt. Im März 2024 folgte die Auszeichnung mit dem Young Talent Award des Concertgebouw – Auftakt einer vielversprechenden Zusammenarbeit. Der geschätzte Borletti-Buitoni Trust Award sowie der Tiemann-Ensemblepreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern folgten zu Beginn der Saison 2024/25. Im Juli 2025 erhielt das Quartett den Lotto-Förderpreis des Rheingau Musik Festivals. Seit der Saison 2025/26 präsentiert das Leonkoro Quartett den Zyklus string. im Wiener Konzerthaus als Teil einer gemeinsam gestalteten Konzertreihe – eine bedeutende Würdigung seiner Arbeit. Von September 2026 an ist das Quartett für fünf Jahre Associate Artist in der Wigmore Hall London.
Neben dem Studium der Kammermusik bei Heime Müller (Artemis Quartett) an der Musikhochschule Lübeck studierte das Quartett von 2020 bis 2025 bei Günter Pichler (Primarius Alban Berg Quartett) am Kammermusikinstitut der Escuela Superior de Música Reina Sofía Madrid. Zu den namhaften Mentoren des Ensembles zählten Eckart Runge und Gregor Sigl (Artemis Quartett) sowie der Pianist Alfred Brendel.
Im Herbst 2023 erschien bei Mirare das erste Album des Ensembles mit Maurice Ravels Streichquartett und Robert Schumanns Streichquartett op. 41 Nr. 3, das bereits wenige Wochen später mit dem Choc de Classica l’année 2023 gekrönt wurde.
Das Quartett steht seit dem Frühjahr 2024 beim renommierten Plattenlabel Alpha Classics unter Vertrag. Im Januar 2026 wurde dort das Album Out of Vienna mit Werken von Alban Berg, Anton Webern und Erwin Schulhoff veröffentlicht.
Nach zahlreichen erfolgreichen Debüts in bedeutenden internationalen Konzertreihen und bei renommierten Festivals in der vergangenen Saison stehen auch in der kommenden Spielzeit weitere Debüts auf dem Programm, darunter beim Verbier Festival, beim Gstaad Menuhin Festival, im Konserthuset Stockholm, im Auditorio Nacional de Música Madrid, in der Warschauer Philharmonie sowie im Kimmel Center for the Performing Arts in Philadelphia. Mit ihrem Debüt im Théâtre des Champs-Élysées beginnt zudem ein zweiteiliger Konzertzyklus. Darüber hinaus kehrt das Quartett zu den Salzburger Festspielen, zur Streichquartett Biennale Barcelona und in den Pierre Boulez Saal in Berlin zurück.
Das Leonkoro Quartett ist Pirastro-Artist und Henle App Ambassador.
Jonathan Schwarz spielt eine Geige von Giovanni Battista Guadagnini (1759/60), die ihm freundlicherweise von einer gemeinnützigen Stiftung zur Verfügung gestellt wird.
Emiri Kakiuchi spielt eine Geige von Giovanni Battista Guadagnini (1755), einer Leihgabe der MERITO String Instruments Trust GmbH.
Mayu Konoe spielt eine Viola von Lorenzo Storioni, die ihr großzügigerweise von einer Privatperson zur Verfügung gestellt wird.
Lukas Schwarz spielt auf einem Violoncello von Antonio und Hieronymus Amati in Cremona (c.1595), einer Leihgabe der MERITO String Instruments Trust GmbH.
